ASIS GmbH

Geschäftsfelder:
Automatisierungsexperte für Oberflächen

Zielgruppen:
Automotive, Hausgeräteindustrie, Maschinenbau, Land- und Baumaschinentechnik, Verteidigung, allgemeine Industrie

Mitarbeiter:
210

Jahresumsatz:
ca. TEUR 35.000

Gesprächspartner:
Alexander Schmunk, CEO

Interview

Was für ein Resümee ziehen Sie für das Jahr 2025?

Wir sind zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2025 und können es positiv abschließen. Die aktuelle Auftragslage ist aufgrund der Vielzahl an Verschiebungen im Rückstand. Wir hatten durchwegs eine sehr gute Auslastung über die gesamte Wertschöpfungskette. Hier profitieren wir von unserem Wissens- und Technologievorsprung, gerade bei anspruchsvollen Aufgabenstellungen in der Automatisierung. Unsere Sparten Service und Ersatzteile entwickelten sich gemäß unseren Erwartungen.

Wie haben sich ihre Zielmärkte entwickelt, gab es positive oder negative Überraschungen?

Die Zielmärkte haben sich unter unseren Erwartungen entwickelt, somit ist dies als negativ zu bewerten.

Angesichts der globalen geostrategischen Entwicklungen und Perspektiven, halten Sie ein Umdenken in Bezug auf den in den vergangenen Jahren geradezu stoisch beibehaltenen Nachhaltigkeitsfokus der letzten Regierung für notwendig?

Bisher haben wir leider noch keine wirkliche Veränderung wahrgenommen. Die Situation und die Perspektiven sind sehr schwer zu bewerten.

Welche Entwicklung erwarten Sie im nächsten Jahr für die internationalen Märkte?

Durch die eigendynamische Entwicklung des chinesischen Marktes in den vergangenen Jahren haben wir unseren Fokus und die Zielmärkte vollständig auf Europa und die USA verlagert.

Wie wichtig sind ihrer Meinung nach Anstrengungen, um eine größere Autarkie von Europa bezüglich der Fertigungskette, aber auch der Energieversorgung zu erreichen?

Autarkie im Sinne strategischer Selbstständigkeit ist nicht nur wichtig, sondern eine Frage europäischer Zukunftsfähigkeit. Allerdings ist eine vollständige Autokratie weder realistisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Neben der Beschleunigung erneuerbarer Energien sehen wir die Förderung der Hightech-Sektoren und von Innovation sowie diversifizierte und resilientere Lieferketten als tragfähige und realistische Strategien für Europa.

Welche Erwartungen haben Sie für 2026 was die Energiepreise angeht?

Wir haben keine energieintensiven Produktionslinien, da unsere Hauptwertschöpfung im Engineering-Bereich liegt. Unser Energieverbrauch pro Kopf ist gering und wird im Rahmen unserer ISO-14001-Zertifizierung kontinuierlich optimiert. Für die Wirtschaftlichkeit unseres Unternehmens spielt er eine eher untergeordnete Rolle. Dennoch sind wir Anlagen- und Technologielieferanten für Unternehmen mit energieintensiven Produktionslinien. Arbeiten diese gewinnbringend, wirkt sich das direkt auf deren Investitionsbereitschaft und damit auch auf unsere Geschäftsentwicklung aus.

Sehen Sie Ansätze zum Bürokratieabbau in Deutschland/innerhalb Europas?

Als klassischer Mittelständler können wir schnell und flexibel reagieren und unsere Prozesse schlank halten – ohne übermäßige Bürokratie. Nichtsdestotrotz begegnet uns dieses Thema immer wieder.

Welche Erwartungen haben Sie für 2026 bezüglich der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung, sowohl auf europäischer als auch auf globaler Ebene? Was erwarten Sie speziell für die Tätigkeitsfelder Ihres Unternehmens?

  • Stabile bis leicht steigende Nachfrage in unseren Kernsegmenten, insbesondere dort, wo Automatisierung, Effizienzsteigerung und Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen.
  • Weiterhin intensive Konkurrenz, besonders aus dem asiatischen Raum, weshalb wir auf Qualität, Service und technologische Differenzierung setzen müssen.
  • Wachsende Bedeutung von Software, KI, Datenanalyse und Servicegeschäft, während klassische Hardwareanteile eher stagnieren.

Welche weiteren Erwartungen haben Sie für 2026, welche Herausforderungen sehen Sie?

Positive Entwicklungen:

  • Wachsende Nachfrage nach Automatisierung und Effizienzlösungen
  • Zunahme im Service- und Retrofitgeschäft
  • Neue Chancen durch Diversifikation

Negative Entwicklungen:

  • Anhaltende geopolitische Risiken und Lieferkettenanfälligkeit
  • Hoher Kostendruck
  • Intensiver globaler Wettbewerb
  • Unsichere Investitionsbereitschaft in Europa