Excelitas Noblelight GmbH

Geschäftsfelder:
Speziallichtquellen von UV bis Infrarot für Anwendungen in der Industrie, Analytik, Forschung und Medizin

Zielgruppen:
Beschichtung, Automotive, Druck und vieles mehr

Gesprächspartner:
Jörg Wöll, Vertriebsleiter Europa Industrial

Interview

Was für ein Resümee ziehen Sie für das Jahr 2025?

Das Jahr 2025 war für uns und unsere Kunden geprägt von der Integration der ehemaligen Heraeus Noblelight in Excelitas. Dank des erweiterten Portfolios, insbesondere im Bereich der LED-Technologie von Phoseon und Omnicure, konnten wir die Veränderungen am Markt sehr gut ausgleichen.

Wie haben sich ihre Zielmärkte entwickelt, gab es positive oder negative Überraschungen?

Wie viele andere stellt auch uns die aktuelle Situation in der europäischen Automobil- und Automobilzulieferindustrie vor erhebliche Herausforderungen. Hier herrscht viel Nachfrage nach Kostenoptimierung und Energieeffizienz, und das eröffnet auch neue Möglichkeiten. So rücken etwa die Potenziale optimierter Fertigungsprozesse durch den Einsatz geeigneter Infrarot- oder UV-Technologien zunehmend in den Fokus und sind für diese Bereiche von großem Interesse.

Angesichts der globalen geostrategischen Entwicklungen und Perspektiven, halten Sie ein Umdenken in Bezug auf den Nachhaltigkeitsfokus für notwendig?

Unserer Meinung nach spielt Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle und lässt sich nicht zuletzt durch den Einsatz energieeffizienter Technologien auch mit deutlichen Kosteneinsparungen verbinden. Energy on Demand durch unsere Infrarotstrahler oder die Reduzierung von Qualitätsproblemen an Oberflächen mittels UV-Systemen und die damit verbundene Schonung von Ressourcen sind nur einige Beispiele dafür.

Welche Entwicklung erwarten Sie im nächsten Jahr für die internationalen Märkte?

Excelitas ist ein weltweit agierendes Unternehmen mit Niederlassungen rund um den Globus – insbesondere auch in Asien. Unserer Meinung nach wird sich diese Region auch künftig weiterentwickeln und weiterhin einen wichtigen Markt für unsere Produkte darstellen. Wir vermuten, dass sich die wirtschaftliche Dynamik der gesamten Region fortsetzt, sodass neben China auch andere Länder in Asien zunehmend in den Fokus rücken. Dank unserer global aufgestellten Fertigungsstandorte und Kompetenzzentren erwarten wir, mögliche zukünftige Engpässe deutlich besser bewältigen zu können als viele andere Unternehmen.

Welche weiteren Erwartungen haben Sie für 2026, welche Herausforderungen sehen Sie?

Wir führen gerade eine Konsolidierung unserer Infrarot- und UV-Fertigung am Standort in Alzenau durch. Bis Ende 2027 sollen die vier deutschen Fertigungsstätten hier vereinigt sein. Das gibt uns die Möglichkeit, alle Abläufe zu optimieren und die Qualität der Strahler und Lampen zu erhöhen. Gleichzeitig ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass der Standort von Excelitas im Rhein-Main-Gebiet gestärkt wird und auch in Zukunft einen hohen Stellenwert einnimmt.

Wir erwarten eine wirtschaftliche Erholung, wenn auch vielleicht erst noch etwas schleppend. Die Herausforderung wird sein, dass die Unternehmen gerade diese Zeit nutzen und ihre Produktionen auf den „Next Level“ heben. Deshalb sehen wir mit unseren energieeffizienten Infrarot- und UV-Strahlersystemen durchaus positiv ins neue Jahr.