Der Fachverband industrielle Teilereinigung (FiT) hat den FiT2clean Award 2026 im Rahmen der 34. Fachtagung „Industrielle Bauteilreinigung“ in Esslingen verliehen. Der mit 10.000 Euro dotierte Innovationspreis ging an die SLCR Lasertechnik GmbH. Den zweiten und dritten Platz belegten die Sita Messtechnik GmbH sowie die Elma Schmidbauer GmbH.
Laserreinigung ersetzt mehrere Prozessschritte
Ausgezeichnet wurde SLCR für die Entwicklung eines Systems zur Laserreinigung von Massenschüttgütern wie Schrauben, Muttern, Nieten und Clipsen. Das neue Lama-System ermöglicht die Reinigung der Bauteile vor dem Beschichten oder galvanischen Verzinken, ohne dass die bislang erforderlichen Vorbehandlungsschritte notwendig sind.
In der geschlossenen Anlage können bis zu 250 Kilogramm Schüttgut pro Durchgang bearbeitet werden. Je nach Bauteilgeometrie dauert der Reinigungsprozess zwischen fünf und 25 Minuten. Nach der Laserreinigung lassen sich die Bauteile direkt der Beschichtung zuführen.
Weitere Innovationen für Sauberkeitskontrolle und Ultraschallreinigung
Den zweiten Platz erhielt Sita Messtechnik für das Fluoreszenzmesssystem FluoSpection Qube. Die Lösung ermöglicht eine flächige, ortsaufgelöste Kontrolle filmischer Restkontaminationen und unterstützt deren Bewertung und Dokumentation.
Mit Platz drei wurde Elma Schmidbauer für das Messsystem Elmasens Cavicheck ausgezeichnet. Das Gerät erfasst den Kavitationsrauschpegel von Ultraschallbädern normorientiert und ermöglicht eine reproduzierbare Qualifizierung von Ultraschallreinigungsprozessen.
Die eingereichten Entwicklungen zeigen das Innovationspotenzial der industriellen Reinigungstechnik für effizientere, stabilere und ressourcenschonendere Fertigungsprozesse. Der nächste FiT2clean Award wird im Rahmen der parts2clean 2027 in Stuttgart verliehen.



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