Ein Partikelnormal ist ein Gegenstand, der mit metallischen Partikeln in definierter Art und Größe gezielt verunreinigt wurde. Dabei gibt es zwei verschiedene Arten von Partikelnormalen:
- Das Partikelnormal für die Mikroskopie. Hier sind die Partikel nur aufgedruckt, damit man das Messsystem qualifizieren kann.
- Das Partikelnormal, bei dem echte Partikel aufgebracht sind. Sie sollen sich während der Extraktion innerhalb einer Sauberkeitsprüfung vom Partikelnormal ablösen und auf diese Weise in den Prozess der Sauberkeitsuntersuchung gelangen. Ein solches Partikelnormal wird unter anderem für die Ermittlung der Wiederfindungsrate von Testpartikeln gemäß „VDA 19, Teil 1, Prüfung der Technischen Sauberkeit – Partikelverunreinigung funktionsrelevanter Automobilteile“ eingesetzt.
Das Partikelnormal zur Ermittlung der Wiederfindungsrate von Testpartikeln gibt Auskunft darüber, ob alle ergebnisrelevanten Partikel von dem zu prüfenden Bauteil vollständig erfasst werden. Damit ermöglicht es die Qualifizierung des gesamten Prozessablaufs einer Sauberkeitsuntersuchung von der Extraktion über die Nachspülprozedur, die Trocknung der Filter, das Handling bis hin zur mikroskopischen Auswertung.
Bei der Anwendung eines Partikelnormals, das mit definiert hergestellten Testpartikeln belegt ist, muss die Wiederfindungsrate bei 100 % liegen. Dies ermöglicht eine eindeutige Qualifizierung. Bei der Verwendung von firmeninternen Hauspartikeln kann die Wiederfindungsrate variieren. Dadurch ist die Qualifizierung kaum reproduzierbar.

