Filmische Verunreinigung

Filmische Verunreinigung

Flüssigkeiten und pastöse Feststoffe wie Öle, Fette oder Kühlschmierstoffe können nachfolgende Produktionsprozesse oder Endprodukte genauso beeinträchtigen wie Partikel. Diese Art der Verschmutzung bezeichnet man aufgrund ihres Auftretens als dünne und flächige oder spotartige Beläge als filmische Verunreinigung. Im Gegensatz zur partikulären Verunreinigung ist es für die filmischen Verunreinigungen aber deutlich schwieriger, Grenzwerte zu definieren. Auch gibt es für einige Fragestellungen noch keine geeigneten Messverfahren. Der einfachste Nachweis für filmische Verunreinigungen ist die Sichtprüfung, die man bei Bedarf mit Weiß- oder UV-Licht unterstützen kann. Allerdings muss dafür schon eine erhebliche Verschmutzung vorliegen. Weitere Methoden sind Benetzbarkeitsversuche mit Testtinten, Teststiften oder Wasseraerosol. Die Fluoreszenzmessung kann ebenfalls bestimmte filmische Verunreinigungen aufzeigen. Für eine quantifizierte Messung ist jedoch eine vakuuminduzierte Desorption der gesamten Werkstückoberfläche notwendig. Damit lassen sich Messwerte in Gramm pro Oberflächeneinheit oder pro Bauteil erfassen.

Zurück

► Aus dem mo Lexikon der Oberflächentechnik - in der Übersicht finden Sie weitere Begriffe.

Fachbeiträge zum Thema