Rösler: Lackiervorbehandlung von Landmaschinen

Hängebahn-Strahlanlage von Rösler
Die Anlagentechnik und –auslegung sorgen bei der RHBD-K 22/27-HD für flexible Strahlprozesse und hohe Verfügbarkeit (Bild: Rösler)

Damit Landmaschinen allen klimatischen Bedingungen langfristig standhalten, ist eine hochwertige Lackiervorbehandlung entscheidend. Im neuen Werk eines großen Herstellers von Landmaschinen kommt hierfür eine Hängebahn-Durchlaufstrahlanlage zum Einsatz.

Die modernen Landmaschinen des brasilianischen Unternehmens kommen beispielsweise für die Ernte von Kaffeebohnen und Zuckerrohr sowie die Ausbringung und Pflege von Nutzpflanzen in mehr als 100 Ländern zum Einsatz. Der Landmaschinenhersteller arbeitet kontinuierlich an der Leistungs- und Qualitätssteigerung seiner Produkte und im Zuge dessen der Abläufe und Prozesse in der Produktion.

Entsprechend entsteht in einem neuen Werk in Brasilien eine vollautomatisierte, digitalisierte Fertigungslinie, in der Bleche und Profile zugeschnitten, zu Stahlkonstruktionen zusammengeschweißt, kontinuierlich gestrahlt und lackiert werden. Für das Reinigungsstrahlen hat sich das Unternehmen aufgrund des an die Anforderungen angepassten Konzepts, der technischen Umsetzung und Qualität für die Hängebahn- Durchlaufanlage RHBD-K 22/27-HD von Rösler entschieden.

Der Teiletransport erfolgt durch das Power & Free-Transportsystem der Fertigungslinie, wofür eine perfekte Abstimmung der Schnittstellen zwischen den einzelnen Gewerken auch Dank der brasilianischen Rösler-Niederlassung reibungslos ablaufen konnte.

Fertigungsintegriert und sparsam

Nach dem Schweißprozess gelangen die Baugruppen durch eine Vorkammer zur eigentlichen Strahlkammer, die mit 12 Gamma 400G-Turbinen und einer Antriebsleistung von jeweils 11 kW ausgestattet ist. Die von Rösler entwickelten Hochleistungsturbinen verfügen über Wurfschaufeln im Y-Design. Die spezielle Gestaltung mit optimalem Krümmungswinkel erhöht im Vergleich zu herkömmlichen Turbinen die Abwurfgeschwindigkeit deutlich, wodurch eine bis zu 20 Prozent höhere Strahlleistung ermöglicht und die Prozesszeiten signifikant verkürzt werden können.

Entsprechend der enormen Teilevielfalt ist die Anlage ausgelegt für das Reinigungsstrahlen von Schweißbaugruppen mit Abmessungen bis zu 10.000 x 2.000 x 2.500 mm (L x B x H) und einem Gewicht von maximal 2.000 Kilogramm. Um bei großen, dickwandigen Konstruktionen das geforderte Strahlergebnis von Sa 2,5 und die vorgegebenen Oberflächenrauheitswerte für eine optimale Lackhaftfestigkeit ebenso prozesssicher und verzugfrei zu erreichen, wie bei sensibleren, dünnwandigen Komponenten, sind die Turbinen frequenzgesteuert.

In Kombination mit automatischen Strahlmittelzuflussregelungen lässt sich der Bearbeitungsprozess optimal an die jeweilige Baugruppe anpassen. Die teilespezifische Programmauswahl erfolgt über den Leitrechner des Gesamtsystems.

Im direkt an die Nachkammer der Strahlanlage anschließenden Freistrahlhaus können geometrisch komplexe Bauteilbereiche wie Hinterschneidungen partiell manuell nachgestrahlt werden. Das hierbei herabfallende Strahlmittel wird über Förderschnecken der zentralen Strahlmittelaufbereitung zurückgeführt und gereinigt, sodass für das Freistrahlhaus keine zusätzliche Aufbereitung erforderlich ist.

Verfügbarkeit durch Verschleißresistenz

Überzeugt hat den Landmaschinenhersteller auch die verschleißresistente Ausführung der Rösler-Anlage. Dazu zählt, dass die serienmäßig aus Manganstahl gefertigte Strahlkammer zusätzlich mit 10 mm dicken, einfach auszuwechselnden Platten aus dem robusten Material ausgestattet ist. Ein weiterer Pluspunkt ist die beidseitige Nutzbarkeit der Wurfschaufeln, was eine mindestens doppelte Standzeit ermöglicht. Der Wechsel kann mittels Schnellwechselsystem einfach und bei eingebauter Turbine erfolgen.

Rösler Oberflächentechnik GmbH
www.rosler.com

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