Weniger schwer dank Shot Peening

Mehr Leistung durch weniger Gewicht lautet das Motto der E-Mobilität. Shot Peening verdichtet das Material fragiler Bauteile und verlängert ihre Lebensdauer. Ein bekannter Lohndienstleister investierte daher in eine neue Strahlanlage.

Shot Peening ist ein Kaltverfestigungsverfahren, das die Eigenschaften von Bauteilen verbessert, die besonders starken Wechselbeanspruchungen ausgesetzt sind. Die Lebensdauer von dauerschwingbelasteten Bauteilen wird durch Verfestigungsstrahlverfahren wie das Shot Peening erhöht. Aus dem Automotive-Sektor ist Shot Peening nicht mehr wegzudenken. Die Zeitfestigkeit von Bauteilen ist hier aus Sicherheitsgründen unerlässlich.

Gewichtsreduktion im Leichtbau

Doch auch die dynamische Festigkeit von Leichtbau-Materialien kann mit dem Verfahren verbessert werden. „Verfestigungsstrahlen hilft bei der Gewichtsreduktion, indem es eine Materialeinsparung kompensiert. Die gestrahlten Komponenten erhalten ihre erforderliche Dauerschwingfestigkeit. Sie sind widerstandsfähig und belastbar“, erklärt KST-Geschäftsführer Marco Heinemann. Dieser Effekt macht Shot Peening zum Problemlöser für die Automotive-Branche, insbesondere für die Elektromobilität, in der nach wie vor das Gewicht der Batterie ausgeglichen werden muss. Doch auch in weiteren Bereichen, wie etwa der Luft- und Raumfahrt, werden Bauteile per Shot Peening bearbeitet.

KST Kugel-Strahltechnik bietet seit über 35 Jahren Strahltechnik als Dienstleistung an. Seit August 2019 läuft das Verfestigungsstrahlen bei dem Lohnstrahlbetrieb aus Hagen über die neue Trommel-Strahlanlage. Als Strahlmittel nutzt er arrodiertes Drahtkorn. Mit der Anschaffung der neuen Trommel-Strahlanlage reagierte Geschäftsführer Heinemann auf die gestiegene Nachfrage von Zulieferern der Automotive-Industrie, genauer, aus der Federnindustrie, von Stanz-Biegeteilherstellern und Produzenten von Verbindungselementen.

Kleine Komponenten sortenrein bearbeiten

Mit der neuen Anlage bearbeiten die Oberflächenspezialisten metallische Schüttgüter mit einer Bauteillänge bis zu rund 200 Millimetern. Die Trommel garantiert eine 100-prozentige Chargensicherheit, auch bei Kleinteilen, für welche die bisher eingesetzten Muldenband-Strahlanlagen an ihre Grenzen kommen. Das Trommelsystem verhindert, dass sich Bauteile einklemmen und erleichtert die Entleerung. Dadurch wird die sortenreine Bearbeitung von sehr kleinen Komponenten möglich. „Deshalb haben wir uns für die Investition in die neue Anlage in sechsstelliger Höhe entschieden“, so Geschäftsführer Heinemann. Seit 1982 ist KST als Outsourcing-Partner für unterschiedlichste Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie aktiv.

► KST Kugel-Strahltechnik GmbH

www.kst-hagen.de

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