Plattformwechsel in Eisenach

Umfassender Werksumbau samt Wechsel auf integrierten Lackierprozess: Der Plattformwechsel von GM auf PSA sowie das neue Modell Grandland erforderte die umfangreichsten Umbauten in Eisenach seit Errichtung des Werks – nicht nur im Karosseriebau und der Montage, auch in der Lackiererei gab es viel zu tun.

 

Das Opel-Werk in Eisenach hat bisher Kleinwagen wie den Corsa und Adam auf der GM-Plattform gebaut. Die Integration in den Stellantis-Konzern machte nicht nur einen Plattformwechsel von GM zu PSA notwendig, der Standort sollte außerdem künftig nicht mehr Kleinwagen, sondern ein SUV produzieren – den Grandland. Dieser wurde bis dahin in dem französischen PSA-Werk in Sochaux hergestellt und dort mit einem integrierten 3-Wet-Prozess ohne Füller beschichtet. In der Konsequenz musste Eisenach aufrüsten und den bisher verwendeten Standard-Lackierprozess mit Primer ersetzen. Noch dazu sollte die bis dahin manuell durchgeführte Innenlackierung automatisiert werden.

Radikaler Umbau

Es gab also einiges zu tun – aber nicht nur in der Lackiererei, auch die Umbauten im restlichen Werk waren ausgesprochen umfangreich.  „Es war der größte jemals durchgeführte Umbau seit der Errichtung des Werkes“, staunt Markus Lang, Leiter der Lackiererei in Eisenach, noch immer beeindruckt. „Es war manchmal kaum zu fassen, wieviel Technik im Werk tatsächlich ausgetauscht werden musste – und in welch kurzer Zeit alles ablief. Auch unsere komplette Lackiererei bestand zwischendurch nur noch aus einem nackten Gerippe. Für das, was wir hier alleine in der Lackiererei im Zuge der Produktionsumstellungen gestemmt haben, würden Planer normalerweise sicher ohne weiteres eineinhalb Jahre veranschlagen.“ Das Zeitfenster in diesem konkreten Fall betrug allerdings nur rund sechs Monate und um überhaupt eine Chance zu haben, die Termine einhalten zu können, begannen die Anpassungen der Neuausrichtung von Prozessen schon in den letzten Produktionsmonaten auf Basis der GM-Plattform. Dazu gehörte im Winter-Shutdown 2018 in der Lackiererei die Umstellung von Vorbehandlungs-, KTL- und PVC-Prozess. Dies machte vor allem der höhere Aluminiumanteil notwendig.

Lesen Sie mehr über die umfangreichen Umbaumaßnahmen und die Veränderung in Applikationstechnik in der September Ausgabe des Magazins für Oberflächentechnik oder gleich hier online.

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