Frühzeitig eingreifen statt nacharbeiten

Ein struktureller Fingerabdruck einer Beschichtung durch ein tragbares Interferometrie-Messsystem erlaubt die detaillierte Analyse von mehrstufigen Beschichtungsprozessen – vom Substrat bis zum Klarlack. Das erlaubt frühzeitige Maßnahmen zur Prozessoptimierung und Reduzierung der Qualitätskosten.

Trotz großer Anstrengungen und hohem Aufwand in der Qualitätssicherung werden auch in der Automobilindustrie mitunter gravierende Qualitätsprobleme im Bereich der Lackierung nicht rechtzeitig erkannt: Laut NHTSA.gov mussten seit dem Jahr 2000 mehr als 25 Automodelle von unterschiedlichen Herstellern in erheblichen Stückzahlen aufgrund mangelhafter Lackqualität zurückgerufen werden. Solche Aktionen verursachen nicht nur immense direkte Kosten im Millionenbereich. Nicht minder problematisch sind indirekte Schäden zum Beispiel durch die aus solchen Vorfällen resultierende Unzufriedenheit der Kunden und deren Auswirkung auf die künftige Markentreue.

Da jede applizierte Lackschicht in ihrer Struktur und optischen Wirkung von den jeweils vorherigen Schichten beeinflusst wird, bieten sich große Potenziale, die Qualitätskosten zu senken, wenn mittels eines schnellen Prüfprozesses unmittelbar nach der Applikation und dem Trocknen einer Schicht eine Entscheidung getroffen werden könnte, ob die Oberfläche in Ordnung ist und weiterverarbeitet werden kann oder ob Nacharbeit notwendig oder sogar ein Verwurf am Ende der Prozesskette zu erwarten ist. Insbesondere wird es so möglich, in einem frühen Stadium Rückschlüsse auf die den Oberflächendefekten zu Grunde liegenden Fehlern in der Prozessführung zu ziehen.

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