Frühzeitig eingreifen statt nacharbeiten

Messen und Prüfen |

Mittels strukturellem Fingerabdruck Aufwand minimieren und Beschichtungsqualität erhöhen: Ein struktureller Fingerabdruck einer Beschichtung durch ein tragbares Interferometrie-Messsystem erlaubt die detaillierte Analyse von mehrstufigen Beschichtungsprozessen – vom Substrat bis zum Klarlack.

Trotz großer Anstrengungen und hohem Aufwand in der Qualitätssicherung werden auch in der Automobilindustrie mitunter gravierende Qualitätsprobleme im Bereich der Lackierung nicht rechtzeitig erkannt: Laut NHTSA.gov mussten seit dem Jahr 2000 mehr als 25 Automodelle von unterschiedlichen Herstellern in erheblichen Stückzahlen aufgrund mangelhafter Lackqualität zurückgerufen werden. Je später Qualitätsmängel oder Defekte einer Beschichtung in der Prozesskette festgestellt werden, desto höher sind die negativen betriebswirtschaftlichen Auswirkungen – das ist keine neue Erkenntnis.

Die Etablierung eines Prüfprozesses jedoch, der in der Produktionslinie eines Paint Shops in der Lage ist, jenseits des erfahrenen Fachblicks, schnell und zuverlässig Kriterien zu liefern, ob eine Oberfläche faktisch den Spezifikationen entspricht oder am Ende des Prozesses teurer Ausschuss zu erwarten ist, ist kein triviales Unterfangen. Auf Anregung der Automobilindustrie wurde ein mobiles Messinstrument auf Basis der Kohärenz-Scanning-Interferometrie entwickelt, das es ermöglicht, alle Phasen eines Beschichtungsprozesses schnell und in der Produktion zu charakterisieren. Das Messinstrument SurfSpec 4D wird von der Firma Soliton für den deutschsprachigen Raum vertrieben. Es handelt sich dabei um ein kompaktes und nur rund drei Kilogramm schweres System, dass per Hand positioniert werden kann.

Lesen Sie den Beitrag dazu in der September-Ausgabe der mo oder hier frei zugänglich auf oberflaeche.de!

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