BMW: Ein neuer Level der Individualisierung

mo 3 2022 | Lackieren | Erstellt von CB

Die Applikationstechnik der zweiten Generation für das oversprayfreie Lackieren bietet viele neue Freiheitsgerade bei der Karosseriegestaltung. Erste Tests bei einer Kleinserie des BMW M4 verliefen positiv – die Serieneinführung bei dem bayerischen Automobilhersteller soll noch 2022 erfolgen.

Zwar gelingt es durch hochentwickelte Zerstäubertechnologien und Lacknebelabscheideverfahren, den Ressourcenverbrauch für Lackierprozesse im Automobilbereich zu minimieren. Aber viel besser als weniger Overspray und gefilterte Abluft ist natürlich gar kein Overspray. Noch vor einigen Jahren erschien ein Serienprozess mit einem oversprayfreien Lackierverfahren geradezu utopisch. Doch bereits Ende 2020 stellte ein renommierter bayerischer Automobilhersteller der Fachpresse den ersten Serienprozess für eine oversprayfrei aufgetragene Kontrastlackierung vor – mit dem EcoPaintJet von Dürr. Allerdings benötigte diese erste Generation eine An- und Auslaufstreckevon einigen Zentimetern, somit waren selektive Applikationen in der Mitte einer Fläche oder auch spezielle Muster nicht möglich.
Die BMW Group entwickelte hierzu gemeinsam mit dem Maschinen- und Anlagenbauer Dürr das neue Applikationsverfahren mit dem EcoPaintJet Pro für die Verarbeitung der Wasserbasislacke und des 2K-Klarlacks weiter. Das neue Verfahren kommt ohne Elektrostatik aus und arbeitet mit einer Strahlapplikation. Eine Düsenplatte formt hierbei feine Lackstrahlen, die eine randscharfe Applikation mit variablen Lackierbreiten zwischen einem und etwa 50 Millimetern ermöglichen.
Sowohl klassische Zweifarblackierungen wie ein Kontrastdach als auch das Aufbringen von Streifen und Mustern ist möglich.

Lesen Sie mehr über die erste geplante Serienanwendungen der neuesten Generation der oversprayfreien Beschichtung im Automobilbereich in der Märzausgabe des Magazins Oberflächentechnik oder gleich hier online.

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