KAP-Gruppe: 9.000 Tonnen Kleinteile pro Jahr

Die Metallveredlung Döbeln hat im Frühjahr 2021 eine der modernsten Zink-Nickel-Beschichtungsanlagen in Betrieb genommen. Die Anlage ist primär für Kleinstteile der Schraubenindustrie ausgelegt, die im galvanischen Trommelverfahren veredelt werden sollen. Damit eröffnet sich dem Lohnbeschichter ein neues und stark wachsendes Geschäftsfeld.

 

Jeder kennt sie, jeder nutzt sie und jeder braucht sie: Schrauben, Muttern oder Unterlegscheiben. Alles eben, was der Befestigung und Sicherung dient. Der langfristige Korrosionsschutz ist je nach Einsatzgebiet ein zentrales Thema. Dabei geht es längst nicht mehr nur um die Absicherung der strukturellen Integrität, sondern auch immer stärker um dekorative Aspekte. Um diesen Entwicklungen zu begegnen und Qualität sowie Wirtschaftlichkeit mit Aspekten der Digitalisierung zusammenzubringen, hat die Metallveredlung Döbeln GmbH im Frühjahr 2021 eine der modernsten Zink-Nickel-Beschichtungs-
anlagen in Betrieb genommen. Die Anlage ist primär für Kleinstteile der Schraubenindustrie ausgelegt, die im galvanischen Trommelverfahren veredelt werden sollen. Damit eröffnet sich dem Lohnbeschichter ein neues und stark wachsendes Geschäftsfeld.
Die Metallveredelung Döbeln ist ein Unternehmen der KAP Surface Holding, die wiederum zur KAP-Gruppe gehört. Die große Investition in der durchaus schwierigen Pandemie-Zeit will die Unternehmensgruppe auch als positives Signal an den Markt sowie den Standort, die Region und die Belegschaft verstanden wissen. Mit rund fünf  Millionen Euro Investitionssumme setzt die neue Anlage einen starken Impuls für das Werk in Döbeln sowie für das weitere Wachstum der KAP-Gruppe insgesamt.
Investition trotz Krise
Die Investition resultierte aus einem gemeinsamen F&E-Projekt mit einem Großkunden aus dem Jahr 2019. Ziel war es damals, eine effizientere und auch qualitativ transparentere Fertigungskette aufzubauen. Denn bis dahin erfolgten Fertigungsschritte bezüglich der Oberflächentechnik bei unterschiedlichen Firmen. Abgesehen von der daraus resultierenden aufwändigen Teilelogistik wird eine optimale Qualitätssteuerung und die Einhaltung von Lieferterminen umso komplexer, je mehr Fertigungsstätten einbezogen werden müssen. Insofern galt das Hauptinteresse des Kunden einer Bündelung der Oberflächenprozesse, beginnend bei der Logistik, den zentralen Beschichtungstechnologien und den ergänzenden Prozessen. Zu Letzteren gehören zum Beispiel Nachbehandlungen wie das Tempern, Schwarzpassivieren und der Auftrag von Gleitmitteld, um die mitunter geforderten eng tolerierten Reibwerte zu erreichen. Vor allem bezüglich der Reibwertfenster haben sich die Anforderungen in der Automobilindustrie in den letzten Jahren nicht zuletzt auch im Kontext der aufstrebenden Elektromobilität verschärft. Diese Entwicklung stellt nicht nur hohe Anforderungen an die Beschichtung, sondern auch an eine qualifizierte und zuverlässige Qualitätskontrolle.

 

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