Gleitschleifen

Spanen mit undefinierter Schneide

Egal ob es um das Entgraten von Gusswerkstücken geht, das Feinpolieren von Felgen oder das Entzundern und Entrosten von groben Maschinenteilen – Gleitschleifprozesse sind äußerst vielseitig.

Eine chaotische Masse aus Schleifkörpern und Werkstücken, die „durchgerührt“ wird – so könnte man als Laie einen Gleitschleifprozess beschreiben. Die meisten Gleitschleifprozesse unterscheiden sich im Wesentlichen in der Art und Weise, wie das Schleifkörper-Werkstückgemisch umgewälzt wird. Dabei sind die erreichbaren Oberflächengüten und die Prozesszuverlässigkeiten beachtlich. Zwar dauern Gleitschleifprozesse häufig länger als manuelle Schleif- oder Polierprozesse, durch die chargenweise Automatisierbarkeit und die Reduzierung von Ausschuss ist das für viele Anwender aber kein realer Nachteil.

­► Autor: Carsten Blumenstengel

Gleitschleifen Definition

Gleitschleifen Definition

Gleitschleifen ist laut DIN 8589 „Spanen mit einer undefinierten Schneide“ und wird deshalb auch als „Gleitspanen“ bezeichnet. Je nach Verfahren sind auch Läpp- oder Poliervorgänge möglich.

Innen-Gleitschleifen

Innen-Gleitschleifen

Eine besondere Herausforderung sind Gleitschleifprozesse bei der Innenbearbeitung von Werkstücken. Zwar füllen sich ausreichend große Hohlräume bei jedem Gleitschleifprozess mit Schleifkörpern.

Schleppschleifen

Schleppschleifen

Unter den Gleitschleifverfahren ist das Schleppschleifen insofern ein Sonderfall, weil das Werkstück durch die ruhenden Schleifkörper bewegt wird. In der Regel kommt ein rotierendes Trägerkarussell zum Einsatz, das zusätzlich mit mehreren drehenden Spindeln bestückt ist.

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