Orangenhautstruktur

Lackschichten, die im Spritzverfahren aufgetragen werden, weisen fast immer eine wellenförmige Störung der Oberfläche auf. Die Wellenlänge liegt im Bereich von 1-10 mm. Diese Störung entsteht während der Filmbildung aus der Überlagerung der einzelnen Lacktröpfchen, welche an zufällig verteilten Orten auf dem Spritzgrund auftreffen. In der Ablüftphase der Lackschicht entstehen - hervorgerufen durch Oberflächenspannungskräfte - Ausgleichsströmungen, die eine teilweise Einebnung des wellenförmigen Störprofils bewirken. Durch den Viskositätsanstieg aufgrund der Lösemittelverdunstung kommen die Verlaufsvorgänge jedoch nach einer gewissen Zeit zum Stillstand.Wird die Lackflüssigkeit auf einen rauen Untergrund gespritzt, bildet sich das Profil des Untergrunds auf der Oberfläche der aufgetragenen Lackschicht ab. Dies kann zu einer Verstärkung der Orangenhautstruktur führen. Senkrecht abgelüftete Lackfilme verlaufen grundsätzlich schlechter als waagrecht gelüftete Schichten. Die bei senkrechter Lage immer vorhandene Anlaufströmung innerhalb des Lackfilms behindert die Verlaufsvorgänge und damit die Einebnung der Orangenhautstruktur.

 

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