Zweikomponentenlack

2-K-Lacke bestehen aus zwei Reaktionspartnern, dem Stammlack und dem Härter. Diese dürfen erst kurz vor der Verarbeitung in einem genau dosierten Verhältnis gemischt werden. Da beide Bestandteile unmittelbar nach dem Vermischen chemisch reagieren und aushärten, ist die von den Lackherstellern angegebene Verarbeitungszeit (Topfzeit) unbedingt zu beachten. 2-K-Lacke mit Topfzeiten über 8 Stunden werden häufig noch manuell dosiert, mit einem Rührwerk gemischt und verarbeitet. Eine Vorgehensweise mit speziellen Dosier– und Mischgeräten ist vor allem in der Serienfertigung angebracht, wenn die Topfzeiten der Lackmaterialien kurz sind und die Zuverlässigkeit/Qualität des Verarbeitungsprozesses gesteigert werden soll. Der Markt für 2-K-Lack- und Beschichtungsmaterialien wird von Epoxid- und Polyurethanharzlacken dominiert. Weiterhin kommen 2-K-Lacke für spezielle qualitative Anforderungen und Anwendungsbereiche zum Einsatz wie ungesättigte Polyesterharzlacke und säurehärtende Lacke für Holzlackierungen. Diese Lacke werden heute überall dort eingesetzt, wo:

durch Trocknung bei Raumtemperatur oder bei forcierter Trocknung Beschichtungsqualitäten mit höchsten Beständigkeitswerten gefordert werden.

● aus Gründen der Objektgröße oder der Temperaturempfindlichkeit des Untergrunds Einbrennlacke nicht eingesetzt werden können.