Wirbelbettreinigung

Eine Wirbelbettanlage besteht aus einem mit kalibriertem Quarzsand gefüllten Becken, dessen Bodenplatte mit Düsen durchsetzt ist. Durch das Einblasen eines Brenngas-Luft-Gemisches wird der Sand auf eine Temperatur von 300 bis 450 °C gebracht und aufgewirbelt. In die hierbei entstehende turbulente Phase mit flüssigkeitsähnlichen Eigenschaften werden die zu reinigenden Bauteile gehängt. Organischer Schmutz wird aufgrund der hohen Temperatur zersetzt oder vergast. Eine zusätzliche mechanische Reinigungswirkung ergibt sich durch das Scheuern der Sandpartikel an den Bauteiloberflächen. Die entstehenden Schwelgase müssen in eine Nachverbrennungszone abgesaugt und anschließend gefiltert werden. Die Wirbelbettreinigung wird zumeist als Alternativverfahren zur Reinigung in Schwelkammeröfen eingesetzt. Aufgrund der zusätzlichen mechanischen Reinigungswirkung durch die Sandpartikel kann die Reinigungszeit dabei deutlich geringer gehalten werden. Entfernt werden können vornehmlich organische Verschmutzungen und Beschichtungen. Schwierigkeiten bereiten bei der Wirbelbettreinigung die Bauteile, deren Geometrie die notwendige Fluidisierung des Sandes beeinträchtigen wie z.B. Kästen oder Schalen. Zur Reinigung von Bauteilen mit abrasionsempfindlichen Oberflächen kann die Wirbelbettreinigung nicht eingesetzt werden.