Verzinken

Überziehen von Metallen (insbesondere Eisen) mit einer Zinkschicht zum Schutz vor Korrosion. Verzinkt wird hauptsächlich galvanisch oder durch Feuerverzinken. Zinküberzüge können aber auch durch Spritzen oder Aufdampfen hergestellt werden. Beim galvanischen Verfahren sind saure, neutrale und alkalische Elektrolyte im Einsatz:

cyanidhaltige alkalische Elektrolyte können aus Zinkcyanid Zn(CN)2, Natriumcyanid NaCN und Natriumhydroxid NaOH hergestellt werden. In wässriger Lösung bilden sich daraus Komplexsalze wie Na2[Zn(CN)4] und Na2[Zn(OH)4]. Gegebenenfalls werden Glanzzusätze zugegeben.

● cyanidfreie alkalische Elektrolyte sind aus Zinkoxid ZnO, Natronlauge (Kalilauge), Komplexbildner und evtl. Glanzzusätzen erhältlich. Cyanidhaltige Bäder betreibt man bei Raumtemperatur und Stromdichten bis zu 10 A/dm². Cyanidfreie Bäder weisen Temperaturen bis zu 35 °C und Stromdichten von 0,5 – 6 A/dm² auf.

● saure Verzinkungselektrolyte können pH-Werte von 3,5 - 6 aufweisen. Sie enthalten Zinksulfat, Borsäure, Ammoniumchlorid, Aluminiumsulfat und glanzbildende Zusätze.

● in den neutralen Zinkelektrolyten liegen Zinkionen in Form von Chelaten u.a. Komplexen vor.

Gegenstände aus Eisen und Stahl werden häufig auch durch Feuerverzinken (Eintauchen in schmelzflüssiges Zink) mit einer Zinkschicht versehen. Man unterscheidet zwischen dem Trockenverzinken, bei dem das Werkstück nach dem Beizen in ein Flussmittel getaucht, getrocknet und anschließend feuerverzinkt wird und dem Nassverzinken, bei dem das Metall erst gebeizt und darauf in Nassem Zustand in die mit geschmolzenem Flussmittel bedeckte Zinkschmelze eingetaucht wird.