Verlaufprüfung von Lackfilmen

die messtechnische Erfassung der Verlaufsstrukturen von Lackfilmen kann nur mittelbar über die Verarbeitung von Bildinformationen durchgeführt werden. Die statistisch zu ermittelnden Messwerte müssen mit dem subjektiven, ästhetischen Empfinden der Strukturbilder korrelieren. Bereits die visuelle Abmusterung der Lackschichtoberfläche (z.B. das Spiegelbild einer Leuchtstoffröhre) lässt sich nur schwer quantitativ benoten. Da mehrere Strukturmerkmale zu beurteilen sind wie Größe, Steigung und Amplitude der Unebenheiten sowie Überlagerung von Mattigkeiten, müssen häufig verbale Beschreibungen verwendet werden.

Messtechnisch können die Strukturmerkmale dagegen objektiv und reproduzierbar erfasst werden. Mechanische und optische Messverfahren und -geräte werden überwiegend im Labormassstab angewandt, z.B.:

Tastschnittgerät mit Auswertung des Oberflächenprofils

● Gonioreflektometer (Auswertung der Intensitätsverteilung der Remission von Lichtstrahlen um den Reflexionswinkel)

● Prüfgeräte zur Beurteilung des Verzerrungsgrades eines auf der Lackfilmoberfläche gespiegelten Linienmusters.