Vergolden

Galvanisch oder außenstromlos oder durch Plattieren aufgetragene Überzüge aus Gold(legierungen).

Beim galvanischen Vergolden bedient man sich meist cyanidischer Elektrolyte, in denen das Gold als Kaliumdicyanoaurat(I) K[AuI(CN)2 vorliegt. Die verwendeten Bäder sind alkalisch, neutral oder sauer und können zusätzlich verschiedene Substanzen enthalten (bei alkalischen Elektrolyten freies Kaliumcyanid, Dinatriumhydrogenphosphat und Natriumcarbonat; zur Abscheidung von Legierungen und zur Glanzbildung die entsprechenden Metallsalze und Glanzzusätze wie etwa Alkylpolyglykolether). Die Betriebstemperatur beträgt 35–75 °C, die Stromdichte 0,5–1 A/dm². Es werden auch Bäder verwendet, die das Gold in Form von Kaliumtetracyanoaurat(III) K[AuIII(CN)4 oder als Alkaligold(I)sulfit enthalten.

Bei außenstromlosen Verfahren werden Goldüberzüge aus Kaliumdicyanoaurat(I)bädern mit Hilfe eines chemischen Reduktionsmittels (Kaliumboranat) hergestellt.

Goldüberzüge sind dekorativ (Schmuck, Uhren). Weitere Einsatzgebiete: Herstellung gut leitender, korrosionsbeständiger, elektrischer Kontakte in der Elektrotechnik/Elektronik. Fast alle Grundmaterialien werden vor dem Vergolden mit Nickel oder Kupfer beschichtet, um eine unerwünschte Abscheidung schlecht haftender Goldschichten zu verhindern.

siehe auch Zementation