Stromausbeute

(Wirkungsgrad) ist der Prozentanteil des Gesamtstroms, der zu einer Metallabscheidung an der Kathode bzw. zu einer Metallauflösung an der Anode führt. Man unterscheidet zwischen kathodischer und anodischer Stromausbeute. Kathodischer und anodischer Wirkungsgrad sind im allgemeinen verschieden; ihr Wert beträgt nur dann jeweils 100%, wenn die nach den Faradyschen Gesetzen berechnete Metallmenge abgeschieden bzw. aufgelöst wird. Bei Nebenreaktionen wie etwa der Mitabscheidung von Wasserstoff sinkt der Wirkungsgrad unter 100%. Beim galvanischen Vernickeln liegt die kathodische Stromausbeute bei 95 - 99%. Sie ist abhängig von der Stromdichte, von der Nickelkonzentration in der Lösung sowie von Temperatur und pH-Wert. An der Anode kann es bei zu hohen pH-Werten infolge Polarisation zu einer Entwicklung von Sauerstoff kommen. In Gegenwart von Chlorid ist auch die Bildung von Chlor möglich.