Porigkeit

Inhomogenitäten von Lackfilmen in Form von Poren können unterschiedliche Geometrien, Konzentrationen und Erscheinungen aufweisen. Der Größenbereich dieser Lackfilmstörungen umfasst molekulare Undichtigkeiten bis hin zu aufgeplatzten Blasen. Bei der Bestimmung von Poren und Rissen werden Lackfilmunterbrechungen > 0,5 µm erfasst, die bis zu einem metallischen Untergrund durchgehen. Durch zweistündiges Eintauchen der beschichteten Probeplatten in eine Kupfersulfatlösung wird auf elektrochemischem Wege Kupfer an den Fehlstellen abgeschieden. Das entstandene Erscheinungsbild wird anschließend virtuell/mikroskopisch ausgewertet. Daneben wird hauptsächlich ein Prüfverfahren nach dem Prinzip der Funkenentladung zwischen metallischem Untergrund und einer an Hochspannung liegenden Suchelektrode angewandt. Die mit der Suchelektrode (Pinsel, Drahtbürste) gefundenen Poren werden durch sichtbare Funken und ein gleichzeitiges optoakustisches Signal angezeigt.