Nitrierschichten

werden als harte Schichten auf fertig bearbeitete Oberflächen aufgebracht. Der zum Eindiffundieren benötigte atomare Stickstoff wird beim Gasnitrieren vom Ammoniak, beim Pulvernitrieren von Cyanamiden (CaCN2) und beim Badnitrieren von Cyaniden (KCN) geliefert. Nitriert wird zwischen 470 und 590 °C. Beim Ionitrieren (Plasmanitrieren) wird das Bauteil (Kathode) von positiven Ionen beschossen und aufgeheizt, dabei wird Eisen abgestäubt, das im Plasma Eisennitrid bildet, welches sich auf dem Bauteil absetzt und so den eindiffundierenden atomaren Stickstoff bildet (300–600 °C). Nitrierschichten bestehen aus einer Verbindungsschicht und der darunter liegenden Diffusionszone. Für bestimmte Anwendungen wird die rissempfindliche, weiße Zone chemisch abgezogen. Behandlungszeiten: Gasnitrieren bis zu 100 Stunden, Pulvernitrieren bis zu 25 Stunden, Badnitrieren bis zu 10 Stunden und Ionitrieren (Plasmanitrieren) bis zu 48 Stunden.