Neutronenbeugung

(Neutronendiffraktometrie) Verfahren zur Untersuchung von Kristallstrukturen. Neutronen werden an den Atomkernen der im Kristallgitter angeordneten Moleküle gebeugt. Da der Impuls einer Bewegung am besten zwischen Körpern gleiche Masse übertragen wird, werden Neutronen besonders gut von den Protonen der Wasserstoffatome gestreut. Man kann bei Verwendung einer Neutronenstrahlung mit definierter Energie die Gitterstruktur des jeweiligen Kristalls ermitteln, anolog zur Röntgenbeugung von Röntgenstrahlen an den Elektronenhüllen der Atome. Im Gegensatz zu den Verhältnissen bei der Röntgenbeugung steigt die Streuintensität von Neutronenstrahlen nur sehr wenig mit der Ordnungszahl der zu untersuchenden chemischen Elemente. Man kann deshalb mit Hilfe der Neutronenbeugung auch die Position leichter Atome wie Wasserstoff neben der Position von schweren Atomen ermitteln. Auch die Unterscheidung verschiedener Isotope eines bestimmten Elements (wie Wasserstoff und Deuterium) sowie von Atomen mit ähnlichen Ordnungszahlen ist möglich.