Mitabscheidung von Wasserstoff

Bei der galvanischen Abscheidung von Metallen entwickelt sich ungewollt Wasserstoff. Dieser Vorgang kann eintreten, wenn die Stromdichte-Potentialkurven von Metall und Wasserstoff nahe beieinander liegen. Wird dann in einem Elektrolyten die angelegte Spannung über das Abscheidungspotential der Waserstoffionen hinaus gesteigert, so werden diese entladen. Beim Einbau von Wasserstoff in den Metallniederschlag kann sich dieser verspröden (Wasserstoffversprödung), außerdem ist die Bildung von Poren möglich. Der pH-Wert im Kathodenraum kann durch den Verbrauch der Wasserstoffionen so weit ansteigen, dass in den Niederschlag Hydroxid miteingebaut wird. Die Mitabscheidung von Wasserstoff senkt die Stromausbeute an Metall.