Ionenaustausch(verfahren)

● Verfahren zur außenstromlosen Metallabscheidung, bei dem sich durch das Eintauchen eines unedlen Metalls in die Lösung eines edleren Metalls das edlere Metall als Überzug auf dem unedleren abscheiden lässt.

siehe Zementation

● reversibler Austausch der in einem meist festen Ionenaustauscher gebundenen Kationen bzw. Anionen gegen andere, in einer Elektrolytlösung vorliegende Ionen. Kationenaustauscher besitzen saure Gruppen (-SO3H, -COOH), die zum Austausch positiver Ionen befähigt sind, z.B.

R - SO3H + Na+ R - SO3Na + H+

(R: Austauschergerüst). In Anionenaustauschern liegen basische Gruppen wie etwa N(CH3)3+OH- vor, die negative Ionen austauschen können, z.B.

R - N(CH3)3+OH- + Cl- R - N(CH3)3+Cl- + OH- .

Ionenaustauscher werden in der Praxis vor allem zur Wasserenthärtung und zur Herstellung von vollentsalztem Wasser verwendet. Da der Vorgang reversibel ist, können verbrauchte Austauscher immer regeneriert werden.