Infrarot-Spektroskopie

IR-Spektroskopie ist ein optisches Verfahren, bei dem die Absorptionsspektren von anorganischen und organischen, festen, flüssigen oder gasförmigen Verbindungen im Bereich des nahen (NIR), mittleren (MIR) und fernen Infrarot (FIR), d. h. von 2,5 µm bis 50 µm zur qualitativen bzw. quantitativen Analyse herangezogen werden. IR-Spektren sind Schwingungsspektren, die dadurch entstehen, dass innerhalb der Moleküle die an den Bindungen beteiligten Atome Schwingungen ausführen. Die nötige Anregungsenergie wird durch IR-Strahlung zugeführt. Die Art der Schwingung und die daran beteiligten Atome bestimmen die Lage und die Intensität der Absorptionsbande im Spektrum. Konventionelle IR-Spektrometer bestehen aus einer IR-Quelle, einem Monochromator sowie einem Empfänger zum Nachweis der Strahlung. Es gibt verschiedene Messverfahren, wie die ATR-Messung in abgeschwächter Totalreflexion, die insbesondere Informationen aus dem oberflächennahen Bereich ermöglicht, und diffuse Reflexion, welche sich für die Messung von Pulvern anbietet. Die konventionellen IR-Spektrometer werden von Fourier-Transform-(FT)-IR-Spektrometern verdrängt.