Flammspritzen mit Draht

durch das Zentrum einer Acetylen-Sauerstoff-Flamme wird ein 1 bis 5 mm starker Draht oder Stab durch automatischen Vorschub eingebracht. Mit Hilfe eines Zerstäubergases (Druckluft oder Stickstoff) werden aus der Schmelze die tröpfchenförmigen Spritzpartikel abgelöst und auf die vorbereitete Werkstückoberfläche geschleudert. Das bei diesem Verfahren verwendete Zerstäubergas lässt das Überzugsmaterial teilweise oxidieren; die abgeschiedenen Schichten erreichen dadurch eine höhere Härte. Infolge der raschen Abkühlung der Schmelztröpfchen bildet sich eine mikroporöse Schicht aus, in die Schmierstoffe eingelagert werden können. Man erhält dadurch selbstschmierende Schichten mit Notlaufeigenschaften. Als Drahtmaterialien kommen in Betracht: Blei, Zink, Kupfer, Messing, Monell, Lagerbronze, Molybdän und verschiedene Stahlsorten. Das Flammspritzen mit Draht ist ein verbreitetes Verfahren mit einem sehr hohen Spritzschicht-

Qualitätsstandard. In der Automobilbranche wird dieses Verfahren gewählt, um Molybdän auf Schaltgabeln, Synchronringe oder Kolbenringe zu spritzen.