Faradaysche Gesetze

Nach Faraday besteht eine Gesetzmäßigkeit zwischen dem Stromfluss bei einer Elektrolyse und den an den Elektroden abgeschiedenen Stoffmengen:

1. Gesetz:

die elektrolytisch abgeschiedene Stoffmenge m ist der geflossenen Elektrizitätsmenge proportional:

m = K · I · t

wobei I die Stromstärke, t die Zeit und K das elektrochemische Element bedeutet, welches der von der Elektrizitätsmenge 1 Faraday abgeschiedenen Stoffmenge entspricht.

2. Gesetz:

die durch gleiche Elektrizitätsmengen abgeschiedenen Massen verschiedener Stoffe verhalten sich zueinander wie die chemischen Äquivalente der Stoffe:

m1 : m2 = (M1/n1) : (M2/n2)

wobei m1 und m2 die abgeschiedene Menge der Stoffe 1 und 2 ist, M1 und M2 das Atom- bzw. Molekulargewicht der Stoffe 1 und 2 und n1 und n2 die elektrochemische Wertigkeit ihrer Ionen ist.