Färben von Metallen

gefärbte Schichten auf metallischen Gegenständen erhält man durch verschiedene, auf das jeweilige Metall abgestimmte Verfahren. Bei Kupfer ergibt sich infolge Bildung von Kupfersulfid eine braune bzw. blauschwarze Färbung. Mit Natriumhydroxid/Kaliumpersulfat wird Kupfer tiefschwarz. Mit Kalium- bzw. Natriumnitritschmelzen wird Kupfer kirschrot (Kupferoxid). Kupfernitratlösungen erzeugen beim Erwärmen eine grüne Patinafärbung. Auf Stahl können durch Erhitzen verschiedene dauerhafte Anlauffarben erhalten werden. Beim Brünieren verfärbt sich Stahl schwarz.

Durch Behandlung von Silber mit Schwefelleberlösungen erhält man eine braune Altfärbung. Anodisch erzeugte Oxidschichten auf Aluminium besitzen eine poröse Struktur und sind daher in der Lage, verschiedene organische oder anorganische Farbstoffe einzulagern (z.B. Indigofarbstoffe oder verschiedene Metallkomplexe). Man kann aber auch anodische Oxidschichten mit Eigenfärbung erzeugen (Einstufen-Anodisierverfahren). Beim Zweistufen-Farbanodisieren werden nach konventionellen anodischen Oxidierverfahren erzeugte farblose Oxidschichten in geeigneten Metallsalzlösungen mit Hilfe von einphasigem Wechselstrom eingefärbt. Man verwendet dazu u.a. Zinn-, Kupfer-, Nickel-, Silber- und Eisensalze; diese werden zum freien Metall reduziert und in die Poren der Oxidschicht eingelagert.