Elysieren

ist ein elektrochemisches, in einer Elektrolytlösung ablaufendes Verfahren zur Erzeugung bestimmter Oberflächenstrukturen und Formen auf metallischen Werkstücken. Das zu bearbeitende Material ist als Anode geschaltet; der Abstand zwischen der Anode und einer als Werkzeug fungierenden Kathode ist sehr gering. Durch die vorgegebene Form der Kathode kommt es zu einer anodischen Abtragung des Werkstücks an den gewünschten Stellen. Die an der Anode entstandenen Metallionen bleiben im Elektrolyten gelöst oder reagieren zu einer unlöslichen Verbindung weiter. An der Kathode entwickelt sich Wasserstoff. Das Elysieren dient z.B. zum Schleifen von Hartmetall. Als Kathode verwendet man eine rotierende Schleifscheibe, die mit Diamanten besetzt ist. Die Diamanten sind jedoch nicht das eigentliche Schleifmittel, sie sollen nur Anode und Kathode in der gewünschten Distanz halten. Die angelegte Spannung beträgt maximal 12 – 15 V, die Stromdichte beträgt bis zu 100 A/dm².