Druckluftzerstäuben

die Mechanismen bei der Hochdruck- und Niederdruck-Zerstäubung sind gleich und können deshalb gemeinsam betrachtet werden. Die Druckluft strömt aus einer ringförmigen Öffnung, die durch eine Bohrung im Luftkopf und die darin zentrisch angeordnete Lackdüse gebildet wird. Zusätzliche Luftstrahlen aus weiteren Luftkopfbohrungen dienen zur Regulierung der Strahlform sowie zur Unterstützung des Zerstäubungsvorgangs.

Durch die mit hoher Geschwindigkeit ausströmende Druckluft entsteht unmittelbar an der Lackdüsenmündung ein Unterdruckgebiet, das den Lackausfluss durch seine Saugwirkung unterstützt. Die Relativgeschwindigkeit zwischen der Druckluftströmung und dem ausfließenden Lack verursacht das Zerreißen des Lackmaterials in einzelne Partikel, die in dem sich ausbildenden Freistrahl als kugelförmige Lacktröpfchen befördert werden. Die zur Zerstäubung notwendigen Luftdrücke und Luftmengen werden beim Hochdruckzerstäuben meistens durch Kompressoren und beim Niederdruckzerstäuben durch Schaufelradgebläse erzeugt. Das Lackmaterial wird je nach Mengenbedarf und Viskosität durch unterschiedliche Fördersysteme der Düse zugeführt (Saugbecher, Fließbecher, Druckgefäß, Umlaufsystem). Druckluft-Spritzaggregate werden als Handpistolen oder als Automatikpistolen mit pneumatsch gesteuerter Lackzufuhr hergestellt.