Dissoziation

Aufspaltung eines Moleküls in kleinere Bruchstücke. Man unterscheidet zwischen der thermischen Dissoziation (Zersetzung durch Wärmezufuhr: technische Pyrolyse; Crackprozesse) und der für die Galvanik wichtigen elektrolytischen Dissoziation (Zerfall von Säuren, Basen und Salzen in einem Lösungsmittel (meistens Wasser), wobei elektrisch geladene, solvatisierte Ionen entstehen). Liegen die Ionen bereits in der Ausgangssubstanz vor, so ist diese ein echter oder permanenter Elektrolyt (Ionenkristalle der Salze, Metalloxide und Metallhydroxide). Bei den potentiellen Elektrolyten (Säuren, Ammoniak, organische Basen) entstehen die Ionen erst durch Reaktion mit dem Lösungsmittel. Starke Elektrolyte sind in Wasser vollständig dissoziiert (z.B. Salzsäure: HCl+H2O→H3O+ + Cl-), schwache Elektrolyte nur teilweise (z.B. Essigsäure: CH3COOH + H2O ↔ CH3COO- + H3O+).