Ätzen

Beim Ätzen werden Werkstücke mit aggressiven chemischen Substanzen, sogenannten Ätzmitteln behandelt; bei Metallen geschieht dies auch auf elektrochemischem Wege. Im Gegensatz zum Beizen wird beim Ätzen nicht nur die Deckschicht entfernt, sondern z.T. auch das darunterliegende Material. Ätzmittel für Metalle sind u.a. Salzsäure, Schwefelsäure Salpetersäure, Eisen(III)chlorid, Chromsäure, Ammoniumpersulfat und Natriumhydroxid. Beim elektrolytischen Ätzen wird das meistens als Anode geschaltete Werkstück in einer Ätzlösung vom Gleichstrom durchflossen, wodurch eine teilweise Abtragung der Oberfläche erfolgt. Flächen, die nicht geätzt werden sollen, können durch Abdecken mit Ätzresists geschützt werden. In der Metallographie lässt sich durch Ätzen das Gefüge von Metallen sichtbar machen. Ätzverfahren sind wichtig für die Herstellung integrierter Schaltkreise und zur Erzeugung reliefartiger Strukturen (Druckplatten) in der Reproduktionstechnik.