Wieland Wicoatec: Beschichtung für additiv gefertigte Bauteile

Auf der Formnext in Frankfurt zeigte Wieland Wicoatec Beschichtungen zum Schutz und zur Funktionalisierung von Oberflächen. Glasartige Dünnschichten schützen und funktionalisieren metallische Bauteile mit innovativem Design, bei denen konventionelle Beschichtungsverfahren wenig Chancen haben.

Additive Fertigungsprozesse lassen immer komplexere Bauteilformen zu. Enge Kanäle, Hinterschneidungen oder sogar poröse Strukturen mit feinsten Kapillaren zeichnen Produkte aus dem 3D-Drucker aus. Häufig benötigen die Produkte ein Finish, um in der späteren Anwendung ihre volle Leistung zu entfalten. Oberflächenveredler stehen vor der Herausforderung, die Engstellen im Bauteil zu erreichen. Mit Dünnschicht-Beschichtungen auf Siliziumdioxidbasis bildet Wieland Wicoatec diese Anforderung ab. Aufgrund eines patentierten Chemical-Vapour-Deposition-Prozess (CVD) überziehen die im Nanobereich angesiedelten Wicoatec-Beschichtungen komplexe Bauteildesigns komplett und gleichmäßig ohne die geometrischen Abmessungen zu beeinflussen. Diese CVD-Beschichtung wird bei rund 300 °C aufgebracht, so dass sie für viele Werkstoffe geeignet ist.

Auf diese Weise optimiert Wicoatec auch Stellen tief im Inneren von Bauteilen, deren raue Oberflächen nur schwer bearbeitet werden können, und verleiht dem Produkt einen flächendeckenden Korrosionsschutz, Anti-Adhäsionseigenschaften oder inertisiert die Oberflächen. „Die glasbasierten Nano-Beschichtungen wicocure, wicopure und wicopro verbessern Metalloberflächen so, dass unsere Kunden neue Anwendungsfelder erschließen können“, erklärt Rolf Werner, Director Sales and Marketing der Wieland Wicoatec GmbH. „In einem sauren Medium korrodiert Aluminium beispielsweise sehr schnell. Wicocure bietet einen Säureschutzfaktor größer 1000 und ist damit ein effektiver Schutzschild, der die Lebensdauer additiv gefertigter Bauteile verlängert.“

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