Nanopartikel auf Knopfdruck

Zwei Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen starten im Juli das Projekt „AutoProNano“, in dem ihr bereits zum Patent angemeldeter Automat zur Partikelproduktion marktreif gemacht werden soll.

Laserschutzbrillen benötigen die Erfinder für die Bedienung des Partikel-Automaten nicht (Bild: privat)

Kolloidale Nanopartikel sind winzige Teilchen von nur wenigen Millionstel Millimeter Durchmesser, die möglichst vereinzelt in einer Flüssigkeit schwimmen. Sie sind normalerweise sehr teuer: So kosten Gold-Nanopartikel etwa 300 mal mehr als das reine Edelmetall in gleicher Menge am Stück. Der Automat soll nun Forschern und Entwicklern kolloidale Nanopartikel auf Knopfdruck liefern, wann immer sie benötigt werden. „Er lässt sich ohne Einweisung bedienen und benötigt lediglich eine Steckdose“, erklärt Dr. Friedrich Waag, der das Projekt gemeinsam mit Tobias Bessel leitet.

In drei Tanks befinden sich verschiedene Lösungsmittel. Das gewünschte Partikelrohmaterial wird als Plättchen in einer Kapsel in den Automaten gesteckt. Auf Knopfdruck verdampft der integrierte Mikrochip-Laser mit ultrakurzen Pulsen Material von der Plättchenoberfläche, das sich im Lösungsmittel zu Nanopartikeln zusammenfindet. Um Kolloide verschiedener Materialkombinationen zu erzeugen, lassen sich Flüssigkeit und Plättchen unkompliziert wechseln. Die automatische Reinigung dazwischen verhindert Verschmutzungen. Das Projekt wird über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

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