KAP-Gruppe: Große Investition trotz Krise

Ein Lohnbeschichter hat im Frühjahr eine der modernsten Zink-Nickel-Beschichtungsanlagen in Betrieb genommen. Die Anlage ist primär für Kleinstteile der Schraubenindustrie ausgelegt, die im galvanischen Trommelverfahren veredelt werden sollen und kann bis zu 9.000 Tonnen Kleinteile pro Jahr verarbeiten.

Trotz der seit jetzt über eineinhalb Jahren, die die Corona Pandemie die Welt in Atem hält, investierte die KAP-Gruppe in eine durchsatzstarke und hochmoderne Zinknickel Trommelbeschichtung Anlage für Kleinteile. Schwerpunktmäßig soll hier alles beschichtet werden, von Schrauben über Mutternn bis hin zu Unterlegscheiben Alles eben, was der Befestigung und Sicherung dient. In diesem Bereich ist der langfristige Korrosionsschutz je nach Einsatzgebiet ein zentrales Thema. Dabei geht es längst nicht mehr nur um die Absicherung der strukturellen Integrität, sondern auch immer stärker um dekorative Aspekte. Um diesen Entwicklungen zu begegnen und Qualität sowie Wirtschaftlichkeit mit Aspekten der Digitalisierung zusammenzubringen, hat die Metallveredlung Döbeln GmbH - in Unternehmen der KAP Surface Holding, die wiederum zur KAP-Gruppe gehört - im Frühjahr 2021 eine der modernsten Zink-Nickel-Beschichtungsanlagen in Betrieb genommen.

Damit eröffnet sich dem Lohnbeschichter ein neues und stark wachsendes Geschäftsfeld. Die Investition resultierte aus einem gemeinsamen F&E-Projekt mit einem Großkunden aus dem Jahr 2019. Ziel war es damals, eine effizientere und auch qualitativ transparentere Fertigungskette aufzubauen. Denn bis dahin erfolgten Fertigungsschritte bezüglich der Oberflächentechnik bei unterschiedlichen Firmen. Vor allem bezüglich der Reibwertfenster haben sich die Anforderungen in der Automobilindustrie in den letzten Jahren nicht zuletzt auch im Kontext der aufstrebenden Elektromobilität verschärft. Diese Entwicklung stellt nicht nur hohe Anforderungen an die Beschichtung, sondern auch an eine qualifizierte und zuverlässige Qualitätskontrolle. Die neue Anlage hat allein durch die Größe an diesem Standort ein Alleinstellungsmerkmal. Sie kann über 9.000 Tonnen an Schrauben, Muttern und Kleinteilen pro Jahr veredeln.

„Wir glauben, dass es auch langfristig einen großen Markt für Beschichtungsdienstleistungen geben wird – und längst nicht nur für die Automobilindustrie“, blickt Dirk Riedel, Vertriebsleiter bei der KAP-Gruppe, optimistisch in die Zukunft.

Lesen Sie mehr über die neue Anlage in der Ausgabe 6/2021 von mo Magazin für Oberflächentechnik oder schon jetzt online mit einem Premium Zugang!

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