Ganz in Grün – Premiere als "SurfaceTechnology Germany"

Mit neuem Namen und ganz in Grün hatte sich die ehemalige O&S auf den Weg gemacht, noch internationaler zu werden. Mehr als 6.000 Fachbesucher haben vom 5. bis zum 7. Juni 2018 die SurfaceTechnology Germany besucht. Ein Viertel der rund 300 Aussteller sowie der Fachbesucher kam aus dem Ausland.

Premiere der SurfaceTechnology Germany (Bild: Deutsche Messe)

„Das war eine gelungene Premiere“, sagt Olaf Daebler, Global Director SurfaceTechnology bei der Deutschen Messe AG. „Dass wir mit einem Flächenrekord starten konnten, waren beste Voraussetzungen. Der große Zuspruch von Besucherseite hat die Sache jetzt rund gemacht.“ Mit der Bestmarke von 8.286 Quadratmetern belegter Ausstellungsfläche hatte die Messe schon vor Beginn die gute Stimmung im Bereich der Beschichtungstechnologien widergespiegelt. Dass die Veranstaltung damit die größte Messehalle 1 in Stuttgart fast vollständig ausfüllte, stieß zudem auf sehr positive Resonanz.

77 Unternehmen am ZVO Gemeinschaftsstand
Einen wichtigen Bereich der Messe stellt traditionell der Gemeinschaftsstand des Zentralverbands Oberflächentechnik (ZVO) dar. Mit 77 Unternehmen repräsentierte der ZVO Gemeinschaftsstand die Galvanotechnik. Dr. Martin Riester, Leiter der Fachabteilung Oberflächentechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zieht ein positives Fazit: „Der Branche geht es sehr gut aktuell. Das war auf der Messe klar zu spüren. Wir hatten viele interessante fachliche Gespräche mit Kunden, die Lösungen aus der Oberflächentechnik suchen. Hier konnten wir passende Ansätze aufzeigen.“ Unternehmen des VDMA zeigten in Stuttgart ressourceneffiziente Lösungen der Oberflächenbehandlung für unterschiedlichste Anwenderbranchen.

Top-Besucherländer: Österreich und Italien
Laut Befragung kamen die meisten Messebesucher aus der metallbe- und metallverarbeitenden Industrie, dicht gefolgt von den Branchen Automobilbau, Maschinen- und Anlagenbau, Elektronik- sowie Kunststoffindustrie. Auch aus der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik, der Halbleiterindustrie oder der Präzisions- und Feinwerktechnik nutzten Anwender die Messe, um sich über Lösungen, Produkte und Dienstleistungen aus der Oberflächenindustrie zu informieren. Die internationalen Besucher waren zu drei Vierteln aus Europa angereist, 17 Prozent allerdings auch aus Süd-, Ost- und Zentralasien. Als Top-Besucherländer 2018 stellten sich Österreich und Italien heraus, dahinter folgten die Schweiz, China, Spanien und die Tschechische Republik. Mehr als zwei Drittel der internationalen Besucher haben die Messe zum ersten Mal besucht. Bei den Ausstellern führte Italien mit weitem Abstand das Länder-Ranking an.

Ein knappes Drittel suchte nach konkreten Lösungen
Der Fachbesucheranteil lag laut der Befragungen mit 98 Prozent erneut sehr hoch. Zudem zeichnete die Besucher eine hohe Entscheiderquote aus. 86 Prozent sind in ihren Unternehmen an Entscheidungen beteiligt. Deutlich mehr als jeder Zweite füllt eine leitende Position aus, der Anteil von Top-Managern beträgt 31 Prozent. Nach dem Ziel des Messebesuch gefragt antworteten die meisten: die Suche nach Neuheiten, der Marktüberblick sowie die Suche nach Lieferanten. Immerhin ein knappes Drittel sucht außerdem nach konkreten Lösungen für das eigene Unternehmen. Ebenso hoch liegt der Anteil derer, die feste Investitionsabsichten haben. Weitere 47 Prozent ziehen Investitionen immerhin in Betracht.

Großes Interesse an Forum und Speakers Corner
Das Forum der SurfaceTechnology diente als zentrale Anlaufstelle für Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch. In 42 Vorträgen von je 20 Minuten konnte sich das Fachpublikum über aktuelle Trends in der Oberflächentechnik informieren. Bei Themen wie REACh oder neuen galvanischen Verfahren blieb dann auch keiner der fast 100 Stühle unbesetzt. Zu den Höhepunkten im Forum zählte zudem die Verleihung des Stuttgarter Innovations-Preises „Die Oberfläche 2018“ durch das Fraunhofer IPA. Preisträger 2018 ist die plasotec GmbH, deren Ingenieure ein Verfahren entwickelt haben, mit dem sich metallische Oberflächen berührungslos polieren lassen. Als klare Verbesserung stellte sich die neu geschaffene Speakers Corner heraus: Dort, in direkter Nachbarschaft zum Forum, konnten die Zuhörer den Referenten nach den Vorträgen noch Fragen stellen.

Leistungsschau „Prozesskette Oberflächentechnik“
Ein positives Fazit zogen auch  die Aussteller des Gemeinschaftsstands „Prozesskette Oberflächentechnik“ direkt gegenüber. Die Leistungsschau bildete das breite Angebot der Branche umfassend ab und gab Einblicke in die unterschiedlichen Bereiche zur oberflächentechnischen Bearbeitung von Teilen. „Besonders die Exponate haben die Interessierten auf unseren Stand gezogen“, sagt Herbert Kaeszmann, Organisator des WoTech-Gemeinschaftsstands. „Die beteiligten Unternehmen wollen nächstes Mal wieder dabei sein.“

Die nächste SurfaceTechnology Germany findet vom 16. bis 18. Juni 2020 in Stuttgart statt.

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