BIA Gruppe erweitert Chrom-III-Kapazitäten

Der in den kommenden Jahren zu erwartende Wechsel von Chrom-VI- auf Chrom-III-Prozesse infolge der REACh-Gesetzgebung stellt für die Galvanikbranche eine große Herausforderung dar. Die Solinger BIA Gruppe hat daher im Februar 2020 die ersten Anlagen-Umrüstungen abgeschlossen.

Die BIA-Gruppe erhöht ihre Chrom-III-Kapazitäten um rund 25% (Bild: BIA)

Insbesondere die Zulieferer verchromter Automobilbauteile müssen den Spagat schaffen, ihre Anlagentechnik während laufender Serien umzurüsten und rechtzeitig Kapazitäten für Neuaufträge zu schaffen, für die bereits Chrom-III-Oberflächen vereinbart sind. Am Standort Forst der BIA wurde die Galvanik über den Jahreswechsel so umgebaut, dass dort nun sowohl Chrom-III als auch Chrom-VI-Oberflächen produziert werden können. „Mit der Anpassung der Anlagen haben wir unsere Chrom-III-Kapazitäten in der BIA Gruppe erheblich erweitert“, betont Waldemar Ungefug, Geschäftsführer bei BIA Forst. „Zudem können wir nun unseren Kunden erstmals auch die Lieferversorgung mit Chrom-III-Bauteilen aus Deutschland zusagen“, formuliert Ungefug mit Hinblick auf die strategisch wichtige Lieferversorgung für den heimischen Markt.

Während die BIA Gruppe an ihren Standorten in China und der Slowakei bereits seit Jahren die Möglichkeit bietet, dreiwertig zu verchromen und auch die Anlage am 2020 neu eröffnenden Standort Mexiko entsprechend ausgelegt ist, erfolgte die Produktion an den deutschen Standorten bislang noch ausschließlich auf Basis von Chrom-VI. „Der Umbau in Forst war für uns der erste Schritt in unserem Investitionsplan für die kommenden Jahre“, erläutert Danny Kelm, Geschäftsführer Produktion der BIA Gruppe. Damit wurden die Chrom-III-Kapazitäten innerhalb der Unternehmensgruppe um rund 25 % erhöht.

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