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Bio-Autolack feiert Premiere bei Solarautorennen

Erster Autoreparaturlack mit biobasiertem Härter schützt Solarauto bei einem der härtesten Rennen über 3.000 Kilometer in Australien – die Startflagge fiel am 8. Oktober. In diesem Jahr geht als einziges deutsches Auto das „Team Sonnenwagen“ in der Challenger-Klasse bei der Bridgestone World Solar Challenge 2017 in Australien an den Start. Entwickelt wurde das solarbetriebene Elektroauto von einem Team aus rund 45 Studenten der RWTH Aachen und der FH Aachen.

Bild: Matthias König

Die World Solar Challenge gilt als das härteste Solarautorennen auf dem Globus und feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag. Vom 8. bis 15. Oktober 2017 traten rund 40 Teams aus aller Welt an, um mit selbstgebauten Fahrzeugen als Schnellste die gut 3.000 Kilometer lange Strecke von Darwin nach Adelaide zu überwinden – und das ohne einen Tropfen Treibstoff. Erschwerend kommt hinzu, dass in der australischen Wüste im Oktober Temperaturen von bis zu 45 C° und eine intensive UV-Strahlung herrschen. Auch ein hoher Staubanteil der Luft ist ebenfalls typisch für diese Jahreszeit. Damit ist das Rennen nicht nur eine Leistungsprüfung für die Technik, sondern auch für die Oberflächen und Lacke.

In diesem Jahr geht als einziges deutsches Auto das „Team Sonnenwagen“ in der Challenger-Klasse bei der Bridgestone World Solar Challenge 2017 in Australien an den Start. Entwickelt wurde das solarbetriebene Elektroauto von einem Team aus rund 45 Studenten der RWTH Aachen und der FH Aachen. Als schützenden Überzug erhielt der Sonnenwagen einen dreischichtigen Polyurethanlack von PPG. Dabei eignet sich das verwendete Lacksystem besonders gut zur Beschichtung von Karosserieteilen aus Carbonfaser-Composites, auch weil der Lack bereits bei niedrigen Temperaturen aushärtet.

Weil die Klimabedingungen vor allem Einfluss auf den äußeren Klarlack haben, kam auf dem Sonnenwagen ein neuartiger Autoreparaturlack zum Einsatz, der den biobasierten Härter Desmodur eco N 7300 von Covestro enthält. 70 Prozent des Härters stammen aus Biomasse, wodurch sich der ökologische Fußabdruck um rund 30 Prozent reduziert. Gleichzeitig versprechen PPG und Covestro, dass die gleiche Qualität erreicht wird wie bei einem Polyurethan-Klarlack mit konventionell hergestelltem Härter. Appliziert wurde der Lack auf die CFK-Karosserieteile des Sonnenwagens im Hildener Trainingszentrum von PPG.

Covestro unterhält bereits eine langjährige Partnerschaft mit der RWTH Aachen und förderte deshalb das Sonnenwagen-Projekt mit Materialien, technischem Service sowie als Gold-Sponsor. Und auch Covestro und PPG verbindet eine lange Partnerschaft. Beide Unternehmen nutzten das Projekt Sonnenwagen sowohl als Testobjekt, als auch um zu zeigen, wie Lacke einen Beitrag zu nachhaltiger Mobilität leisten können.

Ökologisch betrachtet sind Lack und Sonnenwagen schon jetzt ein Gewinner. Nun bleibt nur noch, die Daumen für das Rennen zu drücken – denn 3000 Kilometer sind eine lange Strecke bis zum Sieg.