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BAuA informierte über Substitution von Chromtrioxid

Rund 200 Vertreter der Industrie für Oberflächenbehandlung und Beschichtung, von Behörden sowie des Fachpublikums nahmen an der Veranstaltung „Perspektiven der Substitution für Cr(VI) - Funktionieren die Alternativen und sind sie bezahlbar?" teil, die die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Mitte Januar in Dortmund ausrichtete.

Kunststoffgalvansieren (Bild: CCKrug/FGK)

Hintergrund der Informations- und Dialogveranstaltung ist die seit September 2017 bestehende Zulassungspflicht für Chromtrioxid (CrO3). Damit reguliert die Europäische Union einen krebserregenden Stoff, der vielfach in der Industrie eingesetzt wird. Das Zulassungsverfahren der europäischen Chemikalienverordnung REACH fordert, dass bei solchen Stoffen geprüft wird, wie sie durch andere ersetzt, also substituiert, werden können. Eine Dokumentation der Veranstaltung gibt es im Internetangebot der BAuA.

Ziel der Veranstaltung war es, Entwickler und Experten aus der betrieblichen Praxis sowie Behördenvertreter für einen Fachaustausch zusammenzubringen. Das Programm gliederte sich in drei Themenblöcke mit Impulsvorträgen und einer Abschlussdiskussion. Unter anderem stellten Vertreter der Europäischen Chemikalienagentur ECHA, der BAuA sowie der Förderberatung des Bundes die Rahmenbedingungen der REACH-Verordnung sowie Informations- und Unterstützungsmöglichkeiten für Substitutionsprozesse im Allgemeinen vor. Eine wichtige Erkenntnis der Informationsveranstaltung war, dass es zur Substitution von Chromtrioxid für einige Anwendungsbereiche bereits vielversprechende Lösungen gibt. Dennoch ist die Entwicklung von Alternativen aufwändig und auch mit unternehmerischen Risiken verbunden. Die übergreifende Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis, so lautete das Fazit eines informativen Tages, ist essentiell für erfolgreiche Lösungen. Forschungsförderung, vor allem auch von öffentlicher Hand, sollte die Substitution bis zur Marktreife und Marktakzeptanz begleiten.