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Automobilindustrie: Alternativen zum Chrom

Zier- und Funktionselemente im Metall-Look sind das Mittel der Wahl, um hochwertige Design-Akzente im Fahrzeuginnenraum zu setzen. Durch das Verbot von Chrom(VI) hat sich für viele Hersteller und Modullieferanten die Produktions- und Lieferkette verändert. Die neuen Chrom-Ersatzverfahren bringen aber auch viele neue Möglichkeiten für Industrie- und Automobil-Designer.

Chromfrei: Mit PVD beschichteter Funkschlüssel (Bild: Silcos)

Aktuelle Designstudien zeigen: Auch zukünftig spielen metallische Oberflächen im Fahrzeuginnenraum eine bedeutende Rolle. Durch das Chrom(VI)-Verbot müssen Einkäufer und Entwickler von Herstellern und Zulieferern neue, zuverlässige Partner für Produktionsketten mit Chrom-Ersatzverfahren finden, um nicht auf dekorative Metallisierungen verzichten zu müssen.

Während bislang die Nachfrage nach metallisierten Kunststoffteilen einfach durch galvanische Verfahren zu beantworten war, gibt es bei den neuen Verfahren eine deutlich größere Bandbreite an Funktionalität und Kostenintensität. Welches Verfahren am besten für ein Bauteil geeignet ist, sollte deshalb bereits früh im Projekt in einem mehrstufigen Entscheidungsprozess erarbeitet werden.

Aktuelle Chrom-Ersatzverfahren sind erprobt und produzieren schon heute zuverlässig Ergebnisse in Serie. Zur Wahl stehen hier das PVD-Verfahren (Physical Vapour Deposition), dass durch eine große Bandbreite seiner funktionellen und optischen Anwendungen besticht. Es gibt allerdings auch weitere Alternativen wie Chromeffektlack oder In-Mould-Verfahren, bei denen über Folientechniken schon in der Spritzform die finale Oberfläche aufgebracht wird.

Besonders im Automotive-Bereich sind Farbtöne und Glanzgrade herstellerspezifisch vorgegeben und kritisch für den authentischen Transport der Markenwirkung, insofern gibt oftmals schon die Farbvorgabe den weiteren Weg zur Metallisierung vor, da nicht jede Farbe mit jedem Prozess abbildbar ist. Viele unterschiedliche Verfahren für die Metallisierung von Kunststoffteilen, das heißt auch: Viele neue Möglichkeiten, intelligente Funktionen zu integrieren, zum Beispiel über selektive Beschichtungen. Auch wenn es sich bei den Chrom-Ersatzverfahren um vergleichsweise neue Technologien handelt: Die Serienfertigung funktioniert zuverlässig, ist vielfach erprobt und problemlos einsetzbar. Dennoch gilt es bei der Entwicklung eines Bauteils mit solchen Oberflächen einige Details und Besonderheiten der einzelnen Verfahren zu beachten.

Lesen Sie alle wichtigen Details zu dem Thema Alternativen zum Chrom in der April Ausgabe von mo -Magazin für Oberflächentechnik, die am 9.4.2019 erscheint.