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Plattform zur digitalen Visualisierung von Automobilfarben

Die virtuelle Farbpalette auf der Plattform Auroom umfasst alle Facetten der Fahrzeuglackierungen, darunter auch changierende Farbtöne und Glitzereffekte. (Bild: BASF)

Mit Auroom hat der Unternehmensbereich Coatings der BASF eine digitale Plattform geschaffen, die den OEM-Designern eine Datenbank mit fotorealistischen, virtuellen Automobilfarbtönen zur Verfügung stellt. Die virtuelle Farbpalette der BASF umfasst alle Facetten der Fahrzeuglackierungen, darunter auch changierende Farbtöne und Glitzereffekte. Beim Übertragen dieser Farbtöne auf eigene Automodelle können die OEM-Designer jeden Farbtonvorschlag virtuell darstellen und erhalten bereits in einer frühen Entwicklungsphase einen realistischen Eindruck von Farbtönen und Effekten am fertigen Fahrzeug. Dank Auroom sind OEM-Designer nicht mehr allein auf physische Muster angewiesen, die extra dafür lackiert und verschickt werden. Damit wird der gesamte Farbdesignprozess erheblich beschleunigt und perfektioniert. Die Plattform bietet noch weitere Funktionen, wie beispielsweise den Direktvergleich verschiedener Farbnuancen einer Farbgruppe, der die Entscheidung für den richtigen Farbton erleichtert.

„Fahrzeuglacke beinhalten äußerst komplexe Farbtöne, deren Gesamteindruck von Struktur, Farbposition und Oberfläche bestimmt wird. Der Anwender kann die digitalisierten Farben direkt auf seinem Modell sehen und damit die Wirkung dieser Farbparameter auf einem dreidimensionalen Untergrund besser nachvollziehen“, erklärt Mark Gutjahr, Leiter Automotive Color Design EMEA im Unternehmensbereich Coatings der BASF.

BASF arbeitet mit nahezu allen Autoherstellern auf dem Markt zusammen und produziert in Europa aktuell mehr als 600 Farbtöne. Gleichzeitig werden ständig neue Farbtöne entwickelt. Diese riesige Produktpalette wird nun mit Kameras gescannt. Die hierbei gewonnene Datenmenge wird anhand eines komplexen Rechenmodells verarbeitet und mit dem farbmetrischen Wissen der BASF überprüft, um die Authentizität zu gewährleisten. Die Hersteller können dann auf der besagten Plattform auf die umfassenden Farbdaten zugreifen und diese auf verschiedenen hinterlegten 3D-Formen oder CAD-Objekten ihrer eigenen Modelle abbilden.

In der Einführungsphase stellt BASF das virtuelle Farbangebot zunächst den Herstellern in der Region EMEA vor. Zusätzlich zur digitalen Plattform kann der Kunde die Technologie im „analogen Zwilling“ entdecken – einem eigenen Showroom im Color Design Studio Europe in Münster.