Kupferversorgung trotz steigender Nachfrage gesichert

Die wachsende Verwendung einer Vielzahl verschiedener Metalle in innovativen Technologien führt zu einer zunehmenden Abhängigkeit in der Rohstoffversorgung. Umgekehrt können Versorgungsengpässe signifikante Auswirkungen auf einzelne Unternehmen und ganze Wirtschaftszweige haben.

Kupfermine in Spanien (Bild: Shutterstock/Deutsches Kupferinstitut)

Auch für Kupfer wird der Abbau geologisch und geografisch immer schwieriger, wenn auch die globale Verfügbarkeit aufgrund der vorhandenen Ressourcen und Reserven langfristig gesichert ist. Auch wenn Kupfer nicht zu der Gruppe der Konfliktrohstoffe zählt, ist die Kupferindustrie daran interessiert, den Beitrag der Branche zur nachhaltigen Entwicklung aufzuzeigen. Die Mitglieder der International Copper Association (ICA) haben deshalb ein neues Programm eingeführt: Die sogenannte „Copper Mark“ soll als Sicherungssystem für eine verantwortungsvolle Kupferproduktion sorgen. Ziel ist es, den Beitrag der Branche zur nachhaltigen Entwicklung zu verbessern, indem sie die Leistungen von Kupferminen und Kupferproduzenten überprüfbar macht.

Dazu Michael Sander, Geschäftsführer des Deutschen Kupferinstituts: „Die geopolitischen Risiken des Kupfermarktes sind insgesamt zwar als unkritisch bis mäßig kritisch zu bewerten, so die Rohstoffrisikobewertung-Kupfer der Deutschen Rohstoffagentur aus dem Jahre 2013, und auch die Europäische Kommission zählt Kupfer laut ihrer aktuellen Liste nicht zu den kritischen Rohstoffen; dennoch ist Kupfer als wichtiger Hochleistungswerkstoff mit einzigartigen Eigenschaften zumindest indirekt betroffen, denn Kupfer und seine Legierungen sind in modernen Technologien ein unverzichtbarer Werkstoff. Und unsere Industrie muss natürlich sicher sein, den Zugang zu den benötigten Rohstoffen langfristig zu gewährleisten. Allein 2017 wurden 1,2 Mio. Tonnen Kupfererze und -Konzentrate nach Deutschland importiert.“ Für Deutschland und Europa bedeutet diese Entwicklung, dass die Rohstoffversorgung in Zukunft nicht alleine durch Importe gewährleistet werden kann, sondern dass auch die Steigerung der Ressourceneffizienz an Bedeutung gewinnt. Für 2016 schätzt die International Copper Study Group (ICSG), dass inzwischen 29 Prozent des weltweiten Kupferverbrauchs aus recyceltem Kupfer stammen.