Optimiertes Tensiometer mit zwei neuen Temperiereinheiten

(Bild: Krüss GmbH)

Die neue Software Adavance, die den logischen Workflow wissenschaftlicher Messungen auf einer intuitiven Benutzeroberfläche abbildet, ist als universelle Plattform für alle Krüss-Messinstrumente ausgelegt und unterstützt ab sofort auch das Tensiometer K100. Zum breiten Methodenumfang für das K100 zählen neben Standardmethoden zur Grenz- und Oberflächenspannung von Flüssigkeiten auch eine vollständig automatisierte CMC-Messung sowie Verfahren zur Charakterisierung der Benetzbarkeit von Festkörpern und Pulvern bis hin zur Bestimmung von deren freier Oberflächenenergie. Parallel zum Software-Release bietet auch das Messinstrument technische Neuerungen – beispielsweise einen Sensor, der das Schließen der Türen zur Probenkammer registriert.

Advance steuert die Messabläufe mithilfe von vorbereiteten Automationsprogrammen, welche die manuellen Schritte auf ein notwendiges Minimum reduzieren. Die Messtätigkeit kann so ohne weitere Anpassungen sofort beginnen. Die Prozeduren können aber auch ohne Programmierkenntnisse intuitiv modifiziert oder für gänzlich andere Abläufe neu erstellt werden. Die Automationsprogramme arbeiten Hand in Hand mit den vielfältigen softwaregesteuerten Komponenten des K100 sowie dessen Sensoren. Beispielswiese kann das Schließen der Messkammer die nachfolgenden Ablaufschritte der Messung initiieren, ohne dass der Anwender dies bestätigen muss. Oder der integrierte Rührer schaltet sich im Laufe der Prozedur ein und wieder aus, um vor der Messung die Probe zu homogenisieren. Im Zuge einer Messung der kritischen Mizellkonzentration (CMC) wird mithilfe spezieller Microdispenser sogar die Konzentrationsreihe erstellt, sodass die gesamte Analyse bis hin zur Auswertung der Messkurve vollautomatisch erfolgt.

Temperaturkontrollierte Messungen zwischen -15 und 300°C

Zusätzlich neu im Programm für das K100 sind zwei leistungsfähige Temperiereinheiten für unterschiedliche Bereiche. Die Temperature Control Unit (TJ50) nutzt den Peltier-Effekt für tensiometrische Messungen zwischen -15 und 130°C. Die Einheit erreicht die Zieltemperatur zügig und hält sie dank exzellenter Isolierung stabil. Das gilt nicht nur für hohe und tiefe Temperaturen, sondern auch für Normalbedingungen (293,2 K), die mit herkömmlichen Thermostaten kaum eingehalten werden können. Der Temperiermantel der Einheit verfügt außerdem über einen elektromagnetischen Rührer, der für eine schnelle Homogenisierung der Probentemperatur sorgt. Zum TJ50 gehört auch eine Kühleinheit für das Peltier-Element, sodass keine separate Gegenkühlung erforderlich ist.

Gänzlich neue Aufgabengebiete für die Tensiometrie erschließt die elektrisch beheizte Temperiereinheit TJ60, die Zieltemperaturen bis 300 °C erreicht. Sie ermöglicht beispielsweise Messungen der Oberflächenspannung von Polymerschmelzen oder Bitumen. Mitgelieferte Einweg-Probengefäße aus Aluminium lösen das Problem hartnäckiger Verschmutzungen. Darüber hinaus kann durch Anschluss eines Inertgases die Oxidation der Proben unterbunden werden.

Sowohl die neue Software Advance für das Force Tensiometer – K100 als auch die Temperiereinheiten TJ50 und TJ60 sind ab sofort verfügbar.