Lückenlose Dokumentation von Magnetfeldmesswerten

Ein Spezialist für Entmagnetisier-Lösungen hat ein Software-Tool zur Unterstützung bei der Messung von Restmagnetismus freigegeben. Die neue Software vereinigt verschiedene Anzeige- und Alarmfunktionen mit der Möglichkeit, Messungen direkt am PC in einer Tabelle zu speichern.

Bessere Qualitätskontrolle durch die lückenlose Dokumentation von Messdaten bei der Bestimmung von Restmagnetismus. (Bild: Maurer)

Hersteller von Produkten aus ferromagnetischen Materialien müssen bei der Produktion Grenzwerte für den Restmagnetismus in ihren Erzeugnissen einhalten und nachweisen. Mit dem Field Indicator von Maurer Magnetic bietet sich jetzt die Möglichkeit, die gemessenen Werte zu erfassen, abzuspeichern und für die Langzeitarchivierung in QS-Systemen bereitzustellen. Das Messgerät M-Test LL des Herstellers übermittelt dazu den aktuellen Messwert mit Datum, Zeit, Messeinstellungen sowie Maximalwerten von Nord- und Südpol über eine USB-Schnittstelle an den Rechner. Wird der vom Nutzer einstellbare Grenzwert überschritten, erfolgt eine optische und optional auch eine akustische Warnung.

Das Messgerät führt bis zu 1.000 Messungen pro Sekunde durch, das erlaubt ein zügiges Abscannen der Werkstückoberfläche. Ein parametrierbarer Tiefpassfilter glättet die Messwerte durch Mittelwertbildung. M-Test LL und Field Indicator erleichtern die Arbeit in der Wareneingangskontrolle, in allen Bereichen der Fertigung aber auch im Labor.

Benutzer können als Anzeigeeinheit zwischen ‚Ampere pro Zentimeter (A/cm)‘, ‚Gauss‘ oder ‚Milli-Tesla (mT)‘ wählen. Bei der Arbeit mit Messgeräten der neuesten Generation stehen zudem drei Messmodi zur Auswahl: DC – Gleichfeldmessung mit Anzeige der Maximalwerte für Nord- und Südpol, RMS – Wechselfeldmessung mit Anzeige des Effektivwerts oder PEAK – Wechselfeldmessung mit Anzeige des Spitzenwerts. Die Maximalwert-Anzeige kann jederzeit zurückgesetzt werden.

Field Indicator ist kompatibel mit Windows XP SP3, Vista, Windows 7, Windows 8 und Windows 10. Der Rechner benötigt einen USB Anschluss, außerdem MS Excel 2002 oder höher. Die Übergabe der Messdaten an übergeordnete Systeme kann auch ohne Excel im CSV-Format (comma seperated values) erfolgen. Die USB-Schnittstellenkarte für Messgeräte aus aktueller Produktion gehört zum Lieferumfang der Software und wird werkseitig in die Geräte eingebaut.

Weil bei der Messsonde des M-Test LL der Abstand des Hall-Sensors zur Sondenoberfläche nur 0,5 mm beträgt, eignet sich dieses Messgerät besonders zum Nachweis der Existenz kleinster unerwünschter Magnetfelder, beispielsweise auf einzelnen Rollen eines Wälzlagers. Das ist besonders wichtig, weil solche feinpoligen magnetischen Strukturen im Material zum Ausgangspunkt für eine Re-Magnetisierung des gesamten Bauteils werden können.